Campus Park Dülmen
geschlossener Wettbewerb
2026
Team: Oliver Schuh, Philip Hierse
Landschaftsarchitektur: arbos landscape
Wettbewerbsgebiet: 87.637 m²
BGF: 29.957 m²
Städtebau
In Anlehnung an angelsächsische Campi werden die Neubauten des Zentralgebäudes, der Kardinal-von-Galen-Hauptschule, der Hermann-Leeser-Realschule, der Förderschule, des Sportzentrums und optionalen Ergänzungen als städtebauliches Ensemble in einer Parklandschaft entwickelt. Das historische, achsiale Modell des Campus wird durch eine freie, landschaftliche Komposition der Baukörper abgelöst, die sich um einen großzügigen Campusplatz gruppieren.
Die Baukörper sind als korrespon-dierende Solitäre konzipiert. Die Haupteingänge der unterschiedlichen Bildungseinrichtungen orien-tieren sich zum Campusplatz. Die Fassaden öffnen die Schulen und das Zentralgebäude mit der Aula zum Platz und der Mensa zum Campuspark, um die Einbindung in den Bildungscampus und in die Natur zu betonen. Ergänzende, kleinere Solitäre, wie z.B. die Bildungs- und Beratungsstelle des Kreises Coesfeld bieten die Möglichkeit das öffentliche Leben auf dem Campus und eine 24-Stunden-Nutzung zu stärken.
Über kurze Wege sollen die Synergien zwischen den unterschiedlichen Bild-ungseinrichtungen gefördert werden. Ziel des Konzeptes „Bildungscampus in der Landschaft“ ist es, eine moderne, naturnahe Lernumgebung zu schaffen, die den aktuellen pädagogischen Anforderungen entsprechen und den Schülerinnen und Schülern optimale Bedingungen bieten.
Der Park wird zur Adresse des Bildungscampus.
Architektur
Das Sportzentrum präsentiert sich mit einem Sheddach. Die abgewand-elte Dachform trägt der speziellen Nutzung Rechnung und macht diese auch von außen klar ablesbar und ermöglich eine zusätzliche Belichtung der oberen Turnhalle. Eine Begrünung in Kombination mit PV-Flächen wird auf Grund der Versickerungsfähigkeit des Bodens empfohlen.
Der Platz wird optional durch weitere kleinere Gebäude ergänzt, welche die Nutzungen von Ausstellungsräumen für Schüler und Künstler aus der Umgebung, Ateliers, Hausmeister-/ Lehrkräfte-Wohnungen (Gästehaus für Referendar*innen) oder Restaurants aufnehmen können und somit die Nutzungszeiten des Campus im Tagesverlauf verlängern und um die öffentliche Bespielung und Integration des Campus für die Bürger Dülmens zu erweitern.
Die Höhenentwicklung am Campus wird durch die Positionierung der Gebäude parallel zum Gefälle durch die Gebäude aufgenommen und bedarf nur geringer Modellierung des Geländes.
Die Schulgebäude sind in Ihrer Dimensionierung so gewählt, dass sie modular nach einem gemeinsamen Prinzip errichtet werden können.
Die Atriumgebäude der drei Schulen und des Zentralgebäudes sowie die Sporthallen heben mit ihrer Einzelstellung die Architekturen besonders hervor. Durch die städtebauliche Positionierung der Gebäude wird das Zusammenspiel zwischen gebautem Campus und dem Campuspark betont. Mit den gefalteten Dachlandschaften (10°-15°, Grünsatteldächer mit PV- Anlagen auf den Südseiten) bildet das städtebauliche Ensemble eine Landmarke in der Landschaft am Nordrand von Dülmen.