Losbergbad Stadtlohn
geschlossener Wettbewerb
2026
Team: Oliver Schuh, Philip Hierse
Landschaftsarchitektur: pbr freiraum
Wettbewerbsgebiet: 5.336 m²
BGF: 3 .152 m²
Städtebauliche Einbindung
Im Losbergpark, einem Naherholungsraum, liegt das Hallenbad mit angeschlossenem Freibad. Das Freiraumkonzept stärkt diese Qualität durch eine enge Verbindung zum Park und folgt der Leitidee „Badekultur im Losbergpark“. Neben klassischem Baden im Hallen- oder Freibad erweitert sich das Angebot um Sonnen-, Schatten-, Wiesen-, Wald- und Sandbaden – und verbindet die Besucher:innen mit den prägenden Elementen des Parks. Besonders der dichte Gehölzbestand umrahmt das Freibad und schafft eine geschützte Wiesenlichtung.
Das neue „Losbergbad“ fügt sich städtebaulich in diesen Rahmen ein mit einer auf zwei Schichten und Höhen reduzierte Gesamtfigur. Die Verkürzung der östlichen Schicht des Baukörpers im Süden und Norden - entlang des Weges in den Losbergpark - definiert zum einen die Eingangssituation zum Hallenbad und zum anderen eine aufweitende Geste zum Losbergpark.
Der längliche Bau orientiert sich an der Parkachse und schafft Sichtbezüge zum wiesenreichen Freibad. Die angrenzenden Freiräume mit Minigolf, Parkmitte und -eingang werden funktional eingebunden und räumlich gegliedert. Gegenüber dem Vereinsheim entsteht eine Platzsituation, die die lange Parkachse in nutzbare Bereiche unterteilt. Südlich des Bades führt ein attraktiver Eingang Radfahrende und Fußgänger:innen von der Engelbert-Sundermann-Straße intuitiv in den Park. Das Freibad wird an der Südgrenze durch naturnahe Hecken- und Gehölzpflanzungen eingefriedet, die Sicht- und Wegebeziehungen berücksichtigen. Im südlichen Bereich entsteht eine Wasser- und Sandspielfläche mit Volleyballfeld, während im Norden eine Außenterrasse den Kiosk für Sommergäste erweitert.
Architektur
Das neue Hallenbad spannt sich zwischen der südlichen Erschließung des Baufeldes und dem zentralen Wegepunkt des Losbergparkes auf. Betreten wird es von Süden in der östlichen Schicht des Gebäudes über das großzügige Foyer. Blickbezüge in das Hallenbad, Sitzgelegenheiten und Snackautomaten bieten Gästen oder Abholern eine angenehme Wartezeit. Über den Umkleidenbereich gelangen die Besucher:innen durch einen komplett geschlechtsneutralen Dusch- und WC-bereich entweder im Winterbetrieb in das Hallenbad, oder im Sommer in das Freibad. Im Sommerbetrieb ist es zusätzlich möglich ohne Benutzung der Umkleiden den Außenbereich direkt über den Gang zwischen Umkleiden und Hallenbad zu erreichen. Durch Falttüren kann die komplette Dusch & WC-Zone geöffnet und mit dem Freibad verbunden werden.
Der Garderobentrakt schließt sich nördlich der Schwimmhalle an. Sie ist mit ihrer Höhe nebst dem städtebaulichen Aspekt auch eine Reaktion auf das Raumprogramm. Das Schwimmbecken und das Lehrschwimmbecken bilden zusammen die Hauptschwimmhalle. Großzügige Öffnungen mit Sitzfenstern über die gesamte Länge zum Freibad verbindet Innen- und Außenbereich auch in den Wintermonaten. Neben dem Lehrschwimmbecken stehen Liegen zum Ausruhen zwischen den Schwimmübungen zur Verfügung. Ein Fensterband bietet weiteren Lichteintrag in die Schwimmhalle. Im Sommerhalbjahr kann diese durch Querlüftung nachts abgekühlt werden und in Folge dessen auf einen Sonnenschutz im Schwimmhallenbereich verzichtet werden. In einer niedrigeren Seitentasche zu der Haupthalle befindet sich das Planschbecken mit der Möglichkeit für Eltern zu verweilen und die Kinder zu beaufsichtigen.
An den Kassenbereich anschließend gliedert sich der Personalbereich, welcher mit dem Sanitätsraum und der Wasseraufsicht am Planschbecken endet. Die zentral in der Schwimmhalle angeordnete Aufsicht überblickt somit alle Beckenbereiche und erreicht im Notfall schnell jeden Punkt in der Schwimmhalle.